Erlebnisreise in den Südwesten der USA



Zufriedene Reiseteilnehmer landeten am 28.10.2006 wieder in Frankfurt. Alle 22 Teilnehmer der von Klaus Krämer betreuten und begleiteten Tour in die US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico bedauerten, dass die 14 Tage wie im Fluge vergingen. Begeisternde Naturschauspiele, herrliche Landschaften und unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse sorgten für strahlende Gesichter. Die Rundreise führte die Teilnehmer nach Phoenix, Cottonwood, Sedona, Grand Canyon, Monument Valley, Canyon de Chelly, Albuquerque, Santa Fe, Taos, White Sands National Monument, Las Cruces und Tucson. Dabei standen Wanderungen und geführte Touren in den besuchten Nationalparks im Mittelpunkt. Exkursion zu bekannten, aber auch zu den weniger touristisch erschlossenen Plätzen entlang der Route durch die besuchten Regionen rundeten das Programm ab.

Der Reiseverlauf

Am 13.10.2006 heben wir im Laufe des Vormittags in Frankfurt zu unserem Flug nach Phoe-nix/Arizona ab. Nach einem Zwischenstopp Cincinnati erreichen wir die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona am frühen Abend. Nach der Erledigung der Einreiseformalitäten und der Gepäckausgabe bringt uns der Bus in unser Hotel in der Greater Phoenix Area. Hier heißt es erst mal die Zimmer beziehen und einmal zum Erfrischen in den Pool springen. Wer vom Flug noch nicht müde ist, kann sich noch in der nahegelegenen Mall umsehen. Nach dieser ersten Nacht auf amerikanischem Boden geht es früh mit dem Bus los in Richtung Verde Valley. Auf dem Weg genießen Sie eine interessante Landschaft .Das Verde Valley - grünes Tal - liegt ca. 1,370 Meter hoch und wird vom Fluss „Verde River“ durchzogen. Das ganze Jahr herrscht mildes Klima. Am Nachmittag genießen wir eine wildromantische Fahrt mit der Eisenbahn durch das Red Rock Country. Ungestörter Naturgenuss, denn das Tal ist nicht für den Autoverkehr erschlossen und bekannt für seine Adlerpopulationen. Und was passt besser zu einem solchen Ambiente als das Western Barbecue am Abend? Die Blazin’M Ranch erwartet uns. Später bringt uns dann der Bus in unser Hotel in Clarksdale - Cottonwood. Am nächsten Morgen geht unsere Reise durch Sedona und das Oak Creek Valley weiter zum Grand Canyon, wo uns nach etwa drei Stunden Fahrzeit eine atemberaubende Landschaft erwartet. Imposante Eindrücke, die sich nicht in Worte fassen lassen. Nicht zuletzt durch Ihre Unterkunft direkt am South Rim, dem südlichen Rand des Canyons, erleben Sie den Reiz des Grand Canyon hautnah. Hier bleiben wir eine Nacht, um am nächsten Morgen noch einmal die einmalige Aussicht zu genießen. Bei schönem Wetter lohnt es sich ein Early-Bird zu sein: der Sonnenaufgang ist ein besonderes Erlebnis für die Sinne. Zunächst entlang des Grand Canyon Rim geht unsere Reise am Vormittag weiter in Richtung Kayenta. Nicht weit von Kayenta entfernt liegt der Monument Valley Navajo Tribal Park. In der Navajo Indian Reservation erstreckt sich beiderseits der Staatsgrenze Utah / Arizona ein Landstrich von fantastischer Einzigartigkeit. Die Felsen des Monument Valley haben schon in vielen verschiedenen Werbespots und Westernfilmen als Kulisse gedient. Hier können Sie sich auf John Wayne’s Spuren begeben. Bei einer geführten Jeeptour erkunden Sie die spektakulären Felsformationen und erfahren mehr über das Volk der Dine, wie sich die Navajo nennen. Am nächsten Tag geht es über Kayenta nach Chinle, dem Eingang des Canyon de Chelly National Monument. Ein eher unbekannter Nationalpark, der auch touristisch noch nicht so überlaufen ist. Der Canyon zählt aber als einer der Schönsten. Er bietet viele historische Stätten der Indianer und imposante Ausblicke. „de Chelly“ ist die spanische Übersetzung des Navajo-Wortes „Tsegi“, was so viel bedeutet wie Felscanyon. Um das Jahr 1700 besiedelten die Navajo, den Canyon de Chelly. Sie lernten von den Puebloindianern das Land zu bewirtschaften. Sie bauten Siedlungen mit Hogans. Das sind einräumige fensterlose Rundhütten aus Stein, Adobe, Stroh und Holz mit ostseitigem Hauseingang und Kuppeldach. Die Navajo nutzten den Canyon als Ausgangspunkt für ihre Überfälle auf die Pueblos weiter östlich. Nach etlichen Kämpfen wurden 1864, unter dem Befehl von Colonel Christopher „Kit“ Carson, Häuser, Felder und Vieh der Navajo vernichtet. Rund 8000 Indianer mussten sich ergeben und wurden nach Fort Summer in New Mexiko umgesiedelt. Dieser qualvolle 600 km lange Fußmarsch ging unter der Bezeichnung Long Walk in die Geschichte ein. Heute ist der Canyon de Chelly Teil der Navajo Indian Reservation. Im Sommer wird er immer noch von Indianern bewirtschaftet. Ganzjährig werden Jeep- bzw. Trucktouren angeboten. Nach einer Übernachtung in Chinle und einer Truck-Tour in die Canyonlandschaft, geht es gegen Mittag weiter nach Gallup. Dabei besuchen wir unterwegs noch eine Trading Post. Diese Stationen waren in den Zeiten des Wilden Westens Warenumschlagsplatz und Begegnungsstätten zwischen Rot und Weiß. Die Hubbel Trading Post ist eine der besterhaltensten davon. Einen weiteren Zwischenstopp unternehmen wir in Window Rock, dem heutigen Verwaltungszentrum der Navajo Indianer. Der Window Rock ist ein spiritueller Platz der Navajo Nation, der diesen Namen von einem knapp 60 m hohem Loch im Sandsteinberg bekam. Es ist heute auch Gedenkstätte für die Codetalker, rund 400 Navajo-Indianer die zwischen 1942 und 1945 als lebende Chiffriermaschinen im Militäreinsatz waren. Von Gallup geht es weiter nach Santa Fe. Zunächst halten wir aber in Albuquerque, wo wir zur Lunchzeit die Old Town durchstreifen werden. Albuquerque wurde 1706 von einer Handvoll spanischer Siedler gegründet. Es ist eine Stadt in der sich die Kulturgeschichte des Südwestens bestens erkennen lässt. Die Nachkommen von Pueblo- und Prärie-Indianern und spanischen Siedlern, Angloamerikaner und in jüngster Zeit auch eine Reihe von Chinesen sorgen für eine multikulturelle Gesellschaft. So findet sich im „Old Town“ eine bunt gemischte Architektur: Westernsalons neben Lehmhäusern, spanisch-mexikanische Tradition neben modernen Bauten wie dem Albuquerque Museum. Die gesamte Altstadt steht heute unter Denkmalschutz. In Santa Fe bleiben wir zwei Nächte und nutzen die Zeit, um einen Ausflug nach Taos zu un-ternehmen. Santa Fe wurde 1610 gegründet und wurde von den Spaniern als „Stützpunkt“ benutzt, um die Indianer zum Katholizismus zu bekehren. Santa Fe wurde gleich zu Beginn als Hauptstadt des neuen Staates New Mexiko ernannt und ist somit die älteste Hauptstadt der USA. 1680 vertrieben die Indianer die Spanier aus Santa Fe, aber 1691 gewannen die Spanier die Stadt wieder zurück. Nach der Unabhängigkeit Mexikos von Spanien, 1821, blühte der Handel auf. Der „Santa Fe Trail“ wurde zum wichtigen Handelsweg. Am 18. August 1846 wurde die Stadt zum amerikanischen Staatsgebiet erklärt, bevor 5 Jahre später das gesamte New Mexiko einverleibt wurde. Der Adobestil, der sich hier einst aus den reichlich vorhandenen Baumaterialien Lehm und Holz beinahe selbstverständlich ergab, ist heute vorgeschrieben und ergibt das typische Stadtbild Santa Fe's. In Taos siedelten um 1615 die ersten Spaniern an und zwei Jahre später stand die erste Kirche. Es gab immer wieder Konflikte zwischen den Indianern und den Siedlern. 1880 wurde der Ort allerdings auch von Künstlern und Dichtern entdeckt, sie brachten dem Ort einen weltoffenen Charakter. Diese Begeisterung über das Aussehen des Ortes ist noch heute beständig. Die Bevölkerung bemüht sich darum den Charakter dieser „Oase“, wie sie es nennen, weiter zu erhalten. Der Adobestil hat sich auch in Taos durchgesetzt. Taos hat jedoch den Vorteil, dass es von Anfang an kleiner angelegt wurde und ein generelles Bebauungsverbot für das Zentrum Schlimmeres verhindert hat. Der Bummel rund um die Plaza bietet immer wieder interessante Fotomotive. Wenige Fahrminuten entfernt befindet sich Taos Pueblo, das älteste und durchgängig bewohnte Pueblo in den USA. Dies ein weiteres Besichtigungsziel, bevor es durch das Tal des Rio Grande zurück nach Santa Fe geht. Von Santa Fe geht unsere Tour weiter nach Alamogordo. Die Fahrt führt dabei auch entlang eines Gebietes in der White Sands Missile Range, in der die erste Atombomben gezündet wurde. Von Alamogordo starten wir am nächsten Morgen zur Tour in das White Sands National Monument. Blendend weiße Dünen, Impressionen endloser Wüste und ein besonderes Vergnügen erwarten uns. Am Spätnachmittag kommen wir nach kurzer Fahrtzeit in Las Cruces an. Unser Hotel liegt etwas außerhalb der Stadt und bietet einen fantastischen Blick auf die Stadt und das wunderschöne Mesilla Valley. Die Einrichtung im mexikanischen Kolonialstil spiegelt die reiche Geschichte und Tradition der Region wieder. Nach ausgiebigem Frühstück fahren wir weiter in Richtung Tucson. Unterwegs nehmen wir uns aber noch Zeit für den Besuch einer Ghost Town, die uns einen Eindruck über das Leben in der Zeit der ersten Besiedlung durch die Weißen bietet. Gegen Mittag erreichen wir schließlich Tombstone, die den Beinamen „eine Stadt, die zu zäh ist zum Sterben“ trägt. Damals als Tummelplatz für Revolverhelden bekannt und gefürchtet. 1877 entdeckte Edward L. Schieffelin hier eine der größten Silberminen Arizonas, die er passenderweise Tombstone nannte. Heute leben die Geschichten und Heldensagen aus der Zeit des Wilden Westens in den Straßen der Stadt wieder auf. Wyatt Earp, Doc Holiday und die Schießerei am O.K. Corral sind tägliche Attraktion. Und selbst der Friedhof ist Ziel vieler Wildwestfreunde.

Einen Besuch in einem historischen Saloon lassen wir uns nicht nehmen, bevor es auf die letzte Etappe nach Tucson geht. Am Spätnachmittag erreichen wir unser Hotel am Fuße der Catalina Mountains. Hier bleiben wir drei Nächte. Tucson wird von den Einheimischen „Tucsonarizona“ genannt, eine Tatsache , die darauf zurückzuführen ist, dass die Stadt vor noch 50 Jahren so klein war, dass viele sie gar nicht lokalisieren konnten. Heute ist die Stadt das Wirtschafts- und Kulturzentrum des südlichen Arizonas. Früh siedelten sich bereits Hohokam–Indianer in diesem damals menschenfeindlichen Wüstental an. Doch kamen erst mit der Errichtung eines kleinen Militärposten der spanischen Armee 1775 die ersten Kolonisten nach Tucson. Trotz immer wiederkehrender Angriffe der Indianer lebte man eine Art südländische Gemütlichkeit. Auch mit der Unabhängigkeit Mexikos änderte sich nicht viel und selbst als 1854 Tucson und der Süden Arizonas an die USA gingen, kamen nur wenige Siedler mehr. Sicherlich der Grund dafür, dass auch heute noch der spanisch-mexikanische Einfluss deutlich erhalten ist. Die Stadt und ihre nähere Umgebung bieten vielfältige Aktivitäten. Je nach Interesse können interessante Trails im Sabino Canyon gegangen werden, die einzigartigen Saguaro Kakteen im gleichnamigen Nationalpark, die Fauna und Flora Arizonas im Arizona Sonora Desert Museum bestaunt werden, als auch die historischen Sehenswürdigkeiten von Old Town bewundert werden. Und für diejenigen, die noch Platz im Koffer haben, bieten die Malls genügend Chancen diesen zu füllen.Die letzte Nacht verbringen wir in Mesa, im schönen Arizona Golf Resort, bevor uns der Bus nach einem ausgiebigen Frühstück an den Flughafen in Phoenix bringt. Von dort aus geht es mit einem Zwischenstop zurück nach Frankfurt, wo wir am nächsten Tag ankommen.